Empfehlungen bei Durchfall unter Berücksichtigung von Herzkranzgefäß-Erkrankungen, pAVK und Diabetes Typ 2
iese Übersicht bietet spezielle Empfehlungen für Personen, die an Durchfall leiden und gleichzeitig an Erkrankungen der Herzkranzgefäße, pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit vom Oberschenkeltyp im Stadium IIa) sowie Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind. Hinweis: Diese Tipps ersetzen keine ärztliche Beratung
Teesorten
Akut bei Durchfall
Bei Durchfall steht der Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich im Vordergrund.
- Schwarzer Tee: Enthält Gerbstoffe, die den Darm beruhigen und leicht entzündungshemmend wirken. Bei Diabetes unbedingt ungesüßt trinken. Falls aufgrund des Kreislaufs Zucker benötigt wird, nur nach Absprache mit dem Arzt.
- Kamillentee: Beruhigend für Magen und Darm.
- Fenchel- oder Fenchel-Anis(-Kümmel)-Tee: Diese Kräutertees wirken krampflösend, beruhigen den Magen-Darm-Trakt und helfen bewährt bei leichtem Durchfall sowie Blähungen. Wichtig bei pAVK/Herzerkrankungen: Werden blutverdünnende Medikamente eingenommen, sollte ein sehr regelmäßiger Konsum (speziell von Anis) mit dem Arzt besprochen werden, um Wechselwirkungen zu vermeiden. Bei Diabetes gilt auch hier: stets ungesüßt trinken
Langfristig gut für Gefäße und Diabetes
- Grüner Tee: Reich an Antioxidantien, unterstützt die Gefäßfunktion (wichtig bei pAVK und Herzkranzgefäßen) und kann den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen.
- Hibiskustee: Kann unterstützend zur Blutdruckkontrolle beitragen.
Achtung: Bei starkem Durchfall auf übermäßigen Koffeinkonsum verzichten, da dies das Herz belasten und den Stuhlgang fördern kann.
Ernährung und Essenspläne
Akutphase (Bei Durchfall)
Ziel ist es, den Darm zu entlasten und Blutzuckerschwankungen zu vermeiden.
- Empfohlen (stopfend & leicht verdaulich): Hafer- oder Reisschleim, zerdrückte Bananen, geriebener Apfel, Zwieback, Weißbrot, gekochte Karotten, klare Brühe (hilft beim Elektrolytausgleich).
- Zu vermeiden: Fettige Speisen, blähendes Gemüse (Kohl, Zwiebeln), zuckerhaltige Getränke sowie künstliche Süßstoffe (wie Sorbit), da diese abführend wirken können.
- Besonderheit Diabetes: Den Blutzucker häufiger kontrollieren, da Durchfall zu starken Schwankungen führen kann. Medikamente (wie z.B. Metformin) überprüfen lassen, da diese in einigen Fällen Magen-Darm-Probleme verursachen können.
Langfristig (Für pAVK, Herz und Diabetes)
Sobald der Durchfall überstanden ist, empfiehlt sich die Mittelmeer-Diät:
- Viel frisches Gemüse, Vollkornprodukte (für einen stabilen Blutzucker) und Nüsse.
- Hochwertige Pflanzenöle (Olivenöl, Rapsöl) anstelle von tierischen Fetten (Butter, Sahne).
- Salzarme Kost zur Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems.
Bewegung (pAVK Oberschenkeltyp Stadium IIa & Diabetes Typ 2)
Bewegung ist bei pAVK im Stadium IIa essenziell, um die schmerzfreie Gehstrecke durch Bildung von Umgehungskreisläufen (Kollateralen) zu verlängern.
- Strukturiertes Gehtraining (Intervalltraining): Gehen, bis belastungsabhängige Schmerzen im Oberschenkel eintreten, dann eine kurze Pause einlegen, bis sich die Muskulatur erholt hat, und anschließend weitergehen.
- Häufigkeit: Ideal sind mindestens dreimal pro Woche für 30 bis 60 Minuten.
- Besonderheit Diabetes: Wegen der Gefahr von Nervenschädigungen (Polyneuropathie) oder dem Diabetischen Fußsyndrom auf gutes, druckentlastendes Schuhwerk achten. Füße täglich auf Druckstellen oder kleine Wunden kontrollieren
- Eine Teilnahme an einer angeleiteten Gefäßsportgruppe wird dringend empfohlen.
Wichtig bei Durchfall: Während eines akuten Infekts oder starken Durchfalls sollte das körperliche Training pausiert werden, um das Herz-Kreislauf-System nicht zu überlasten. Erst nach vollständiger Genesung wieder langsam einsteigen